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Klartext-Archiv

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Zeitraum: 08.07.2011 bis 20.01.2012

Köln, 20.01.2012

Einstieg in den Ausstieg

„Kartellrechtliche Überlegungen“ nennt der Entsorger Tönsmeier als Grund für seinen Ausstieg aus dem Entsorgungsunternehmen Zentek und damit auch aus dem „Dualen System Zentek“. Ins Überlegen kommen sollte man auch, betrachtet man die Besonderheiten solcher mit einem Entsorgungsunternehmen verbundenen „vertikal integrierten“ dualen Systeme. Diese machen die beteiligten Entsorger zu Kunden und Lieferanten in Personalunion - das gibt es so in keiner anderen Branche. Im Markt der dualen Systeme ist dies regelmäßig der Fall, wenn ein Entsorgungsunternehmen über seine Beteiligung an einem dualen System die Ausschreibungsführerschaft für Entsorgungsdienstleistungen gewinnt. Dann besteht die Gefahr, Aufträge „inhouse“ zu vergeben und den Mitbewerbern die Bedingungen zu diktieren. Aus Sicht der Reclay Group wird dieser Grundkonflikt auch nicht durch die Vorgaben des „Ausschreibungsvertrages“ gelöst, sondern höchstens halbwegs erträglich gekittet. „Dieser Ausstieg bei Zentek ist ein Schritt in die richtige Richtung. Langsam scheint auch bei den vertikal integrierten Systemen die Erkenntnis zu reifen, dass für sie die gleichen Vorgaben wie in allen anderen Märkten gelten“, kommentiert Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group.

Köln, 08.12.2011

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

und so manchem Wettbewerber soll in diesem Jahr beim Lesen des Klartextes doch tatsächlich ein solches aufgegangen sein! Unsere Rubrik für ein deutliches Statement ist zu einem der Lieblingsklicks im Markt geworden – was liegt da näher, als allen Mitbewerbern an dieser Stelle beste Weihnachtsgrüße zu übermitteln. Die CO2-Emissionen für den Postweg sparen wir gleich mit ein. Also, frohe Kunde überall! Und nicht vergessen: Ende des Jahres ist die Zeit, gute Vorsätze zu fassen. Es darf sich ruhig etwas vorgenommen werden, lieber Markt! In diesem Sinne wünschen wir schöne Festtage und freuen uns auf ein spannendes und ereignisreiches neues Jahr!

Köln, 12.10.2011

Wer anderen eine Grube gräbt…

Zitat Pressemitteilung Interseroh, 26.09.2011: „Interseroh kündigt Verträge mit Großkundengruppe (…) Diese außergewöhnliche und einmalige Maßnahme sollte allen Marktteilnehmern – also Systembetreibern, Handel und Industrie, Entsorgungswirtschaft und vor allem dem Vollzug – ein warnendes Zeichen sein (…).“

Festzuhalten bliebt, dass – wie aus Marktkreisen verlautet – in der letzten Ausschreibungsrunde von Lidl die Interseroh sowie zwei weitere „BDE-Zertifikatsunternehmen“ übrig blieben und diese aus Sicht des Wettbewerbs in einem Preiskampf um die Gunst des Kunden gebuhlt haben. Umso bezeichnender ist es, wenn diese Kalkulation jetzt im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Pressemitteilung als nicht auskömmlich bezeichnet wird. Festzuhalten bleibt auch, dass die dualen Systeme, die das BDE-Zertifikat nicht unterschrieben haben, nicht unter den „Preisschlagern“ im Rahmen der Ausschreibung waren. Betrachtet man dies im Zusammenhang mit der Aussage der Eko-Punkt zu dem BDE-Zertifikat, wonach sich außer Eko-Punkt keiner der Unterzeichner an die Regelungen gehalten habe, bleibt eine Menge Spielraum für Spekulationen, wem oder welchem Umstand man diese Falschkalkulation in die Schuhe schieben könnte. „Die Reclay Group rät der Interseroh zu einer ordentlichen Portion Selbstreflexion“, so Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group. Oder, wie es in der FAZ vom 27.09.2011 zu lesen war: „So warf DSD-Chef Stefan Schreiter dem Konkurrenten Interseroh vor, eine Mitverantwortung für die Marktlage zu tragen. ‚Der Wettbewerber mit seiner POS-Lösung ist selbst signifikanter Teil des Problems. Wer im Glashaus sitzt, sollte daher nicht mit Steinen werfen‘, sagte er.“

Köln, 15.07.2011

Als Bettvorleger gelandet...

…ist endgültig das auf Initiative des BDE entwickelte Zertifikat für duale Systeme. Die Vereinbarung, die sechs Systembetreiber unterschrieben haben, sollte für eine korrekte Meldung an die Clearingstelle und eine entsprechende Steigerung der Lizenzmenge sorgen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Eigenrücknahmemengen sind in diesem Jahr auf völlig unrealistische zehn Prozent der lizenzierten Menge gestiegen.

Laut einem Schreiben der Eko-Punkt stammen diese Mengen weit überwiegend aus dem Kreis der „Zertifikatsunternehmen“. Ebenso habe lediglich ein duales System, wie in dem Zertifikat vereinbart, seine Mengenprüfung durch die Wirtschaftsprüfungs- gesellschaft BDO durchführen lassen. Das lässt selbst manchen Unterzeichner zweifeln: Zwar möchte Eko-Punkt seine Kritik an dem Zertifikat laut Aussage im EUWID vom 12. Juli 2011 als „konstruktiv“ verstanden wissen – in dem Schreiben an den BDE und die fünf Mitunterzeichner selbst sieht Eko-Punkt das Projekt allerdings zu Recht als „gescheitert“ an.

„Wie von uns erwartet, hat sich das bisherige Aushängeschild des BDE und der unter seinem Dach teilnehmenden dualen Systeme als reines Blendwerk erwiesen. Vielmehr scheinen die dem Zertifikat nicht beigetretenen dualen Systeme die Vorgaben der Verpackungsverordnung offenbar genauer zu nehmen, als die sechs Unterzeichner. Wenn sich alle Marktteilnehmer an diese Vorgaben hielten, bräuchten wir solche Augenwischereien wie das vom BDE initiierte Zertifikat nicht“, so Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group.

Köln, 08.07.2011

Das Schweigen im Walde

Groß war der Aufruhr unter einigen Dualen Systemen, als im vergangenen Herbst fast 400.000 Tonnen Leichtverpackungen mehr beim DIHK-Register angegeben wurden, als bei den Systembetreibern lizenziert. Verschwörungstheorien und gegenseitige Verdächtigungen gipfelten in einer lautstarken Strafanzeige wegen „Mengenbetruges“. Jetzt stellt das Landesumweltministerium NRW fest, dass ein schlichter Eingabefehler für den „Mengenschwund“ verantwortlich ist. Ein Aufschrei, Ungläubigkeit oder Erleichterung im Markt lägen nah – doch es herrscht Schweigen im Walde. „Die Redual hat von Anfang an herausgestellt, dass eine Strafanzeige das falsche Mittel zur sachgerechten Aufklärung der Mengendifferenzen ist. Hier sollten wohl eher Mitbewerber diskreditiert und Kunden verunsichert werden. Es hat sich bestätigt, dass unsere Forderung nach einer sorgfältigen Prüfung des Sachverhaltes zielführend war. Jetzt muss darüber gesprochen werden, wie solche Fehler und Verhaltensweisen in Zukunft vermieden werden. Wir haben das Thema daher erneut auf die Agenda der Gemeinsamen Stelle der Dualen Systeme in Deutschland gesetzt. Eine öffentliche Entschuldigung derjenigen, die ihre Mitbewerber im Markt unter Generalverdacht gestellt haben, ist dabei wohl nicht zu erwarten“, so Dr. Fritz Flanderka, Geschäftsführer der Reclay Group.

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Zeitraum: 08.07.2011 bis 20.01.2012
Nachhaltigkeitsbericht 2010
Ausgezeichnet: Liz GmbH erhält Bonitätsindex 1 der Rating Agentur Hoppenstedt

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