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6. Kölner Verpackungsforum

8. Oktober 2012

„Von der Verpackungsverordnung zum Wertstoffgesetz“: Das Branchenthema des Jahres stand im Mittelpunkt des 6. Kölner Verpackungsforums der Reclay Group am 8. Oktober 2012. Dabei wurden die verschiedenen Positionen und Interessen der beteiligten politischen Akteure auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene eindrucksvoll präsentiert und diskutiert. Zweiter Schwerpunkt des Tages war die Bewertung von Branchenlösungen durch das bifa Umweltinstitut.

Raffael A. Fruscio Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group, begrüßte die anwesenden Experten des Umwelt- und Entsorgungsmanagements sowie Kunden und Interessierte im vollbesetzten Rheinsaal des Kölner Hyatt Regency Hotels. In seiner Ansprache hob er die Vorreiterrolle Deutschlands im Recyclingbereich hervor, die international fast noch stärker als im eigenen Land anerkannt würde. Die weitere Internationalisierung der Reclay Group und der damit verbundene Anspruch, das exzellente deutsche Know-how in die Welt zu tragen, seien damit folgerichtig die nächsten Schritte. „Wer heute nicht über die Grenzen blickt, hat die Zeichen der Zeit verpasst“, fasste Fruscio zusammen. 

  • Raffael A. Fruscio
  • MinDir. Dr. Thomas Rummler
  • Dr. Thomas Gäckle
  • Detlef Raphael
  • Thomas Buch
  • Dr. Fritz Flanderka
  • Prof. Dr. Heinz Riesenhuber
  • Bernhard Gerstmayer
  • Dr. Christian Keri

Den Einstieg in die fachlichen Vorträge übernahm MinDir. Dr. Thomas Rummler vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Sein Beitrag mit dem Titel „Auf dem Weg zum Wertstoffgesetz – Eckpunkte, Streitpunkte, Knackpunkte“ beschrieb den Stand der Dinge sowie die Anforderungen und Hindernisse, die für die Verabschiedung des Wertstoffgesetzes erfüllt und aus dem Weg geräumt werden müssen. Klar sei, dass Extrempositionen bei diesem interessengeladenen Thema nicht mehrheitsfähig seien und sich nur ein gemeinsam ermittelter Konsens am Ende durchsetzen könne.

Anschließend rückte Dr. Thomas Gäckle, Leiter der Unterabteilung „Rohstoffpolitik“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die rohstoffpolitische Dimension des Wertstoffgesetzes in den Fokus. Angelehnt an die Rohstoffstrategie der Bundesregierung begrüße das BMI den Prozess zur Einführung einer Wertstofftonne.

Die Sichtweise der Länder vertrat Thomas Buch vom Landesumweltministerium NRW. Er wies auf die Probleme beim Vollzug der Verpackungsverordnung hin, weswegen das NRW-Umweltministerium für eine grundsätzliche Überarbeitung der Verpackungsverordnung zu einem Wertstoffgesetz plädiere.

Anschließend folgten die Ausführungen von Detlef Raphael, Beigeordneter des deutschen Städtetags. In seinem Beitrag „Anforderungen an die Einführung einer Wertstofftonne aus Sicht der Kommunen“ sprach er sich für eine kommunale Verantwortung für die Wertstofftonne aus.

Die folgende Podiumsdiskussion mit den Rednern des Vormittages brachte das Spannungsfeld der privatwirtschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Interessen deutlich auf den Punkt und bildete einen spannenden Abschluss des ersten Teils des 6. Kölner Verpackungsforums.

Den Nachmittag eröffnete der Beiratsvorsitzende der Reclay Group, Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, MdB, Bundesminister a.D. In seinem eindrucksvollen Grußwort hob er die Diskussion um Nachhaltigkeit, Recycling, Umwelttechnik und Rohstoffsicherung eine Ebene höher und betonte die Notwendigkeit einer funktionierenden Gesamtstrategie, die ökonomische und ökologische Aspekte erfolgreich miteinander verbinde.“Wenn wir als Vorreiter in Deutschland mit dieser Gesamtstrategie scheitern, wird die Idee der Nachhaltigkeit weltweit beschädigt werden“, appellierte Riesenhuber an alle Beteiligten, diese komplexe Aufgabe gemeinsam erfolgreich zu lösen.

Danach präsentierte Bernhard Gerstmayer vom bifa Umweltinstitut erste Ergebnisse der Untersuchung der ökologischen und ökonomischen Bedeutung von Branchenlösungen. Das bifa Umweltinstitut ermittelt im Auftrag der Reclay Group einen objektivierenden Vergleich von Branchenlösungen und Dualem System als fundierte Grundlage für die Diskussion mit Behörden und anderen Fachbereichen.

Den Blick auf die Situation im Nachbarland Österreich vermittelte Dr. Christian Keri, Geschäftsführer der Reclay Österreich GmbH. Er erläuterte den Stand der Dinge des Novellierungsprozesses der Verpackungsverordnung in Österreich und der möglichen Öffnung des Marktes im Haushaltsbereich.

Zum Abschluss des 6. Kölner Verpackungsforums sprach Dr. Fritz Flanderka über die aktuellen Entwicklungen in Nord- und Südamerika, wo gesetzliche und gesellschaftliche Initiativen das Thema Recycling und die Übernahme in Deutschland und Europa erprobter Systeme immer mehr in den Blickpunkt rücken.

Beim anschließenden Get Together ließen die Teilnehmer die Themen des Tages Revue passieren. Das allgemeine Fazit lautete: eine wichtige, spannende und hochkarätige Veranstaltung auf der die aktuellen, brisanten Fragestellungen offen und rege diskutiert wurden.

© Images – Marc Thürbach

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