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Deutsch-französische Zusammenarbeit zur Reduktion von CO2-Emissionen

Reclay Group und Association Bilan Carbone unterzeichnen Kooperationsvertrag

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 13. Juni 2013 in Berlin fiel der offizielle Startschuss für die Footprint Initiative, einer Kooperation zwischen der deutschen Unternehmensgruppe Reclay Group und der französischen Organisation Association Bilan Carbone (ABC).

Die Leiterin PR der Reclay Group, Dorothee Stamm, begrüßte die anwesenden Gäste und Referenten im Kaminzimmer des Hotel Adlon und freute sich mitteilen zu können, dass die Initiative offiziell vom französischen Ministerium für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie unterstützt werde. Ziel der Zusammenarbeit sei es, die Kompetenzen der Reclay Group und der Association Bilan Carbone im Umweltmanagement zu bündeln und Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen bei der Senkung von CO2-Emissionen zu unterstützen – zum Nutzen für den Klimaschutz und zum Vorteil für die Wirtschaft. Dies geschehe durch die Weiterentwicklung der Methode Bilan Carbone®, einer länderübergreifenden, einheitlichen Methode zur Berechnung und zum Management von Treibhausgasemissionen.

Als erster Referent verwies Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, MdB und Bundesminister a.D., auf die Tatsache, dass trotz sinkender CO2-Emissionen noch immer viel zu große Mengen an Treibhausgasen in Europa ausgestoßen würden. Die Energiewende werde nur dann zu einem Erfolg, wenn eine tiefgreifende Umstrukturierung der Energiesysteme stattfinde. Eine solche Veränderung könne ohne die Einbindung des Hauptverursachers von Treibhausgasen – der Industrie – nicht erfolgen. Durch den Fokus auf CO2- und Energiekostenreduktion müsse die Grundlage für das Erreichen der KIimaziele und einer langfristigen nachhaltigen Entwicklung gelegt werden. Der Beiratsvorsitzende der Reclay Group hob hervor, dass sich die Unternehmensgruppe bereits seit ihrer Gründung intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetze – lange bevor das Thema seinen Weg in die breite Öffentlichkeit fand.

Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group, erläuterte in seinem Statement die Gründe für die Zusammenarbeit mit der Association Bilan Carbone und hob die Vorteile für Unternehmen durch nachhaltiges Wirtschaften hervor. Deutschland sei weltweit bekannt für sein Engagement in der Entwicklung und Implementierung von Normen und Standards. So habe das Land beispielsweise eine wesentliche Funktion bei der Entwicklung der ISO 50001-Norm, die Unternehmen und Organisationen beim Aufbau eines systematischen Energiemanagements unterstütze, gespielt. „Allerdings hat sich in Deutschland bislang noch kein einheitliches CO2-Managementsystem durchsetzen können“, sagte er. Auch hob Fruscio hervor, dass der Nachhaltigkeitsgedanke in deutschen Unternehmen noch immer nicht ausreichend verankert sei. Die Wirtschaft begreife den Klimawandel und die Energiewende viel zu oft als Belastung und nicht als Chance. „Durch effektive Nachhaltigkeitsstrategien wird die Ressourcen- und Energieeffizienz erhöht. Dies bedeutet neben dem Schutz der Umwelt schlussendlich nichts anderes als die Senkung von Kosten und damit eine zusätzliche Generierung von Gewinnen.“ Damit ein Umdenken einsetze, müsse es gelingen, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Genau hier setze die gemeinsame Initiative an. Frankreich sei Vorreiter auf dem europäischen Kontinent in der Berechnung und im Management von CO2-Emissionen. Die Bilan Carbone® Methode habe sich in den letzten zehn Jahren bewährt und könne auch auf dem deutschen Markt einen reellen Mehrwert schaffen. 

Der Präsident der Association Bilan Carbone, Michel Havard, berichtete über die Entwicklung der Methode und die erfolgreiche Implementierung in Frankreich. Bilan Carbone® sei 2001 von der französischen Agentur für Umwelt und Energie ADEME entwickelt worden und gehöre heute zu den weltweit am häufigsten genutzten Instrumenten für die Bilanzierung und das Management von Treibhausgasen. Die Methode biete einen umfassenden Ansatz. Neben der reinen Berechnung der direkten und indirekten Treibhausgasemissionen identifiziere Bilan Carbone® alle strategischen, energiebezogenen Risiken und erstelle so einen individuellen Reduzierungsplan. Damit generiere die Methode einen erheblichen wirtschaftlichen Nutzen. „Es ist das ideale Instrument für nachhaltige Unternehmensführung.“ Seit 2003 sei Bilan Carbone® bereits mehr als 7.000 Mal für die Berechnung von CO2-Emissionen genutzt worden.

Als abschließender Redner berichtete Julien Colas, Projektmanager Klimaschutz der Unternehmensgruppe Saint-Gobain, von den positiven Erfahrungen bei der praktischen Anwendung der Methode. Unter dem Dach der Muttergesellschaft Saint-Gobain gebe es 1.300 Einzelgesellschaften – von dem Zehn-Mann-Betrieb bis zur Gesellschaft mit mehreren Tausend Mitarbeitern. Durch die Anwendung der Methode Bilan Carbone® sei man in der Lage gewesen, alle CO2-Emissionen sämtlicher Einzelgesellschaften mit ihren kompletten Unternehmensbereichen zu bilanzieren und Einsparpotenziale zu generieren. Obgleich die Gesellschaften unter dem Dach von Saint-Gobain zum Teil höchst unterschiedlich organisiert seien und zudem die verschiedensten Produkte herstellten, sei es gelungen, die Methode ohne Probleme einzuführen. „Aufgrund spezieller Indikatoren bei Bilan Carbone® haben wir erstmals eine Vergleichbarkeit herstellen können“, so Colas. Auch habe die Implementierung bei Saint-Gobain gezeigt, dass die Methode für alle Unternehmensgrößen – von kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu Großkonzernen – anwendbar sei.

Beim anschließenden Empfang standen die Referenten für weitere Fragen und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

Vertiefende Informationen erhalten Sie unter www.footprint-initiative.com

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