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Klartext Clearingverträge

Köln, 03.08.2017

Nachdem es auch im Jahr 2016 erhebliche Abweichungen bei den Mengenmeldungen gab, die durch unseriöses Verhalten einiger Marktteilnehmer verursacht wurden, kündigten drei Systembetreiber die aktuellen Clearingverträge. Dazu wurden uns folgende Fragen gestellt, die wir gerne im Klartext für Sie beantworten.

• Halten Sie die Begründung der Kündigung der Clearingverträge für nachvollziehbar?

Wie in unserer Pressemitteilung vom 19. Juli 2017 kommuniziert, erachten auch wir den rechtswidrigen Mengenschwund als inakzeptabel. Insbesondere, da somit die unseriösen Geschäftspraktiken einiger Systembetreiber die gesamte Branche in Verruf bringen und das duale System in Gänze gefährden könnten. Die gemeldeten Mengen der Reclay Systems GmbH stimmen nachweislich ohne Abweichungen mit den Mengen aus der Clearingstelle überein. Daher können wir die Argumentation der o.g. Systembetreiber für die Kündigung der aktuellen Clearingverträge nachvollziehen und begrüßen die Initiative zu neuen Clearingverträgen.

• Werden Sie sich den neuen Clearingverträgen anschließen?

Wir werden den Entwurf der neuen Clearingverträge, der uns erst heute in Kopie zugegangen ist, sichten und überprüfen. Sollten die neuen Clearingverträge dadurch die „Schlupflöcher“ für weiteren Mengenschwund effizient schließen, werden wir uns diesen, vorbehaltlich einer sorgfältigen Prüfung, anschließen.

• Was bedeutet der Schritt Ihrer Meinung nach für die Zukunft des Verpackungsrecycling in Deutschland?

Die neuen Vereinbarungen sollten bereits ab 2018 für eine effiziente Stabilisierung des privatwirtschaftlich organisierten und fairen Wettbewerbs sorgen, so dass die dualen Systeme ihrer gemeinsamen Verantwortung für ein effizientes Verpackungsrecycling nachkommen können und unseriöses Marktverhalten unterbunden wird. Eine Neufassung der Clearingverträge ist daher aus unserer Sicht unerlässlich. Ziel wird es ferner sein, ab 2019 mit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes das Verpackungsrecycling nachhaltig zu stärken, Recyclingquoten zu erhöhen und einen weiteren entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.